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Tipp Kick
Hey! Du kennst Tipp-Kick nicht? Dann wird es aber Zeit. Tipp-Kick ist ein Tischfussballspiel. Es wird zu zweit auf einer
Spielplatte gespielt, die einem richtigen Fussballfeld gleicht. Tipp-Kick macht in der Gruppe Riesenspaß. Mit ein paar Gleichgesinnten kann man eigene Turniere veranstalten oder Weltmeisterschaften nachspielen.
Tipp-Kick im Verein
Bisher hast Du vielleicht nur mit dem im Handel erhältlichen Material gespielt. Für den Einsatz in einem Turnier oder
Mannschaftswettkämpfen gibt es jedoch professionelle Tipp-Kick-Spieler, die eine deutlich höhere Treffergenauigkeit besitzen als die den Spielen beigelegten Figuren. Für den offiziellen Spielbetrieb ist auch der
Einsatz einer Spielplatte mit vorgegebenen Maßen erforderlich. Fast alle Vereine bauen sich solche Spielplatten selbst. Aus ein paar Brettern und Filzbelag kann man sein eigenes Tipp-Kick-Stadion bauen. Schau bei
uns mal beim Training vorbei! Bring Deinen besten Freund mit und wir zeigen euch, wie ihr mit ein paar Kniffen euer Spiel verbessern könnt. Profi-Tipp-Kick-Figuren leihen wir auch gerne mal im Training aus.
Das Tipp-Kick Spiel
Tipp-Kick ist das älteste aller Tischfußballspiele. Schon seit 1924 ist es in den Spielwarenhandlungen zu erwerben. Seit
nunmehr fast 70 Jahren hat das Spiel nichts mehr von seiner Beliebtheit eingebüßt. Welches Tischfußballspiel kennt auch schon Spielfiguren, die den Ball tatsächlich per Schuss bewegen. In der Funktion des Kickers
liegt auch der Name des Spiels begründet. Das Schussbein wird im Innern des metallenen Kickerkörpers von einem starren Metallstift gehalten. Durch eine zweite Bohrung ist es mit einer frei beweglichen Stange
verbunden, die durch den ganzen Kickerkörper führt und dort, wo sie aus dem Kopf herausragt in einem kleinen Druckknopf aus Kunststoff endet. Tippt man auf diesen Knopf, so bewegt sich das Bein je nach Heftigkeit
des Tippens langsam oder blitzschnell nach vorn. Aber es wird nicht etwa nur geschossen, der Kicker wird gleichzeitig als Abwehrspieler eingesetzt. Das geschieht, indem man ihn im Abstand von mindestens zwei
Kickerlängen an der Strafraumgrenze in die Schussbahn des Gegners stellt. Im Strafraum darf allerdings nicht mehr gedeckt werden. Der Torwart ist etwas komplizierter aufgebaut. Er ist über eine längere Stange mit
einem Bedienungskästchen verbunden, das hinter dem Tor steht. Mit Hilfe von zwei Druckknöpfen kann man ihn in die rechte oder linke Ecke tauchen lassen. Bei ausreichender Geschicklichkeit des Bedieners können so
auch die gefährlichsten Gewaltschüsse und Aufsetzer pariert werden. Die Spielregeln des Tipp-Kick sind ebenfalls so gut wie möglich dem echten Fußballspiel angeglichen. Gespielt wird auf einem Spielfeld, dessen Maße
in Zentimeter die Maße eines echten Fußballplatzes in Meter wiedergeben. Eine oft gestellte Frage ist warum nicht mit 11 Spielfiguren gekickt wird. Das wäre zwar theoretisch denkbar, kommt aber dem Charakter dieses
Geschicklichkeitsspiels nicht entgegen. Ein schnelles Spiel würde dadurch verhindert und die vielfältigen Schussmöglichkeiten des Kickers bleiben ungenutzt.
Technik und Taktik
Die metallische Beschaffenheit der kleinen Fußballerfiguren hat wesentlichen Anteil daran, dass das Tipp-Kick Spiel zu einem
organisierten Hobby wurde. Die weiche Metalllegierung ermöglicht die Bearbeitung der Kickerbeine mit einer Eisenfeile. Nahezu alle Tipp-Kicker machen davon Gebrauch und feilen sich Kickerbeine und -füße nach ihrem
Geschmack individuell zurecht. Dabei werden erstaunliche Verbesserungen des Schussvermögens erzielt. In der Regel gilt, dass kurz gefeilte Füße harte, präzise Schüsse und spritzige Aufsetzer ermöglichen. Bei
längerem Fuß verbessern sich wiederum die Heberqualitäten des Kickers. Mit langem, flach gefeilten Fuß lassen sich Bälle noch aus erstaunlich kurzer Distanz (weniger als eine Kickerlänge) über den Abwehrspieler
heben. Außerdem lassen sich mit solchen Kickern Ecken direkt verwandeln, wenn man sie mit dem richtigen Effet schlägt. Aber nicht nur der Fuß, auch das Bein wird in den meisten Fällen flach und dünner gefeilt. Es
bietet dem Ball dann eine gerade Fläche und die Schüsse kommen genauer. Viele Spieler können mit dem nun leichteren Bein gefühlvoller schießen. Ebenso wichtig wie das Feilen ist jedoch das richtige Anlegen beim
Schuss. Bei Schüssen aus der Distanz sollte man zwischen Fuß und Ball etwas Abstand lassen, damit Gewaltschüsse nicht über das Tor gehen und Aufsetzer spritzig genug kommen. Durch Verkanten des Kickers oder durch
Anschneiden des Balles erreicht man oft, dass der Ball nach dem Aufsetzen die Richtung ändert und unberechenbar auf das Tor zuspringt. Allerdings ist eine solche Spielweise riskant, da viele Schüsse das Tor
verfehlen. Gegen gute Abwehrspieler bleibt aber oft keine andere Wahl, da Direktschüsse fast ausnahmslos gehalten werden. Eine Schussart, die nur wenige perfekt beherrschen, ist das sogenannte "Klemmen"
oder "Beinanziehen". Dabei wird das Bein des Kickers festgehalten, während ein Finger auf den Knopf drückt. Anschließend lässt man das Bein losschnellen. Mit dieser Methode sind knallharte Schüsse,
insbesondere aber auch unberechenbare Aufsetzer möglich. Doch auch taktische Gesichtspunkte spielen beim Tipp-Kick mit. Bei der Defensivtaktik werden die Bälle möglichst ins rechte oder linke Eck außerhalb des
eigenen Strafraumes platziert. Der Gegner wird nach vorn gelockt, hat eine ungünstige Schussposition und wird bei Farbenwechsel mit einem schnellen Konter bedacht. Der versierte Angriffsspieler wird dagegen den
Ball in für ihn günstige Schusspositionen spielen und versuchen, den Gegner mit verschiedenen Schusstechniken zu bezwingen. Auch die Deckungsstrategie ist wichtig, Gegen Spieler, die sich auf Aufsetzer spezialisiert
haben, ist das Decken direkt an der Strafraumgrenze angebracht. Der Ball hat so nur wenig Platz zum Aufsetzen. Die Abwehr ist jetzt jedoch offener für harte Direktschüsse. Gegen diese Schüsse hilft eine etwas
vorgeschobene Deckung. Hat der gegnerische Spieler nur mangelnde Heberqualitäten, so kann man ihn mit einer "2-Längen-Deckung" ausschalten. Es ist also wichtig, sich während des Spiels auf den Gegner
einzustellen. Eines noch zum Torwart. Vor der Bedienung der Knöpfe sei gewarnt. Auch hier gilt, dass gutes Stellungsspiel mehr bringt als spektakuläre Paraden. Erfahrene Spieler halten daher mit stehendem Torhüter
und lassen ihn nur in Ausnahmefällen kippen. Dass beim Tipp-Kick Geschicklichkeit und nicht etwa Glück die entscheidende Rolle spielt, beweist folgende Tatsache: Bei Turnieren und Meisterschaften findet man immer
wieder die gleichen Namen in den Bestenlisten. Sicher, das Spiel ist in seinen Grundzügen leicht erlernbar, doch um in die Garde der Spitzenspieler eindringen zu können, benötigen selbst talentierte Neulinge in der
Regel zwei bis drei Jahre.
Der Verband
Die Buchstaben DTKV stehen für Deutscher Tipp-Kick-Verband. Tipp-Kick ist nicht nur die älteste, sondern nach Ansicht seiner
Anhänger auch das rasanteste und dem Fußball ähnlichste Tischfußballspiel. Der Deutsche Tipp-Kick-Verband ist dagegen noch relativ jung. Er entstand 1972 als Deutscher Tischfußball Verband (DTFV) aus einem
Zusammenschluss von Tipp-Kick Clubs, Tipp-Kick-Spielkreisen und Einzelinteressenten. Seine Vorläufer waren der Norddeutsche und der Süddeutsche Tischfußball-Verband. 1995 erfolgte dann die Umbenennung in Deutscher
Tipp-Kick Verband - DTKV. Mit der Gründung eines bundesweiten Dachverbandes verfolgten die Gründungsmitglieder natürlich bestimmte Ziele. Da ist zunächst die Einrichtung eines bundesweiten Mannschaftsspielbetriebes
zu nennen. Außerdem sorgt der DTKV in Zusammenarbeit mit den Vereinen dafür, dass an möglichst vielen Stellen der Bundesrepublik im Laufe eines Jahres Tipp-Kick Turniere und Einzelmeisterschaften ausgetragen werden,
damit insbesondere auch vereinslose Tipp-Kick-Freunde oder Clubmitglieder, die sich keinen Platz in der Vereinsmannschaft erkämpfen konnten, Gelegenheit zum Spielen erhalten. Eine der wichtigsten Aufgaben des
Dachverbandes ist die Information seiner Mitglieder über alles, was sich in der kleinen Welt der Tipp-Kicker ereignet. Tipp-Kick-Neulingen steht der DTKV mit Rat und Tat zur Seite. Alle Aufgaben innerhalb des DTKV
werden von ehrenamtlichen Helfern und von den Tipp-Kick Clubs selbst durchgeführt. Dabei versteht sich die Verbandsgemeinschaft als Sammelbecken aller Erwachsenen und Jugendlichen, die gern Tipp-Kick spielen.
Hauptziel war und ist die Gründung von Tipp-Kick Clubs in zumindest allen größeren und mittleren Städten der Bundesrepublik zu initiieren, um möglichst flächendeckend Spielmöglichkeiten sicherzustellen. Vielen
Interessenten, die uns schreiben, können wir Kontakte zu nahegelegenen Clubs und Spielkreisen vermitteln.Der DTKV hält auch Verbindung zu befreundeten Clubs im europäischen Ausland (Schweiz, Österreich, England,
Frankreich und USA) .
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